Kontakt English Impressum
Druckversion
Datenschutz
Übergabe des Abschlussberichtes zur Legionellen-Studie bei figawa-AK Trinkwasseranalytik

Am 8. März 2016 tagte der figawa-Arbeitskreis "Trinkwasseranalytik" im NH-Hotel Köln City. Der lang erwartete Abschlussbericht zur Studie des Hygieneinstituts des Universitätsklinikums Bonn (ihph) zum Vorkommen von Legionellen in Trinkwasser-Installationen wurde den Sponsoring-Partnern feierlich übergeben. Weitere Themen waren Gefährdungsanalyse, Urteile zur Schadensersatzhaftung und zur Rechtmäßigkeit von Anordnungen des Gesundheitsamtes im Vollzug der Trinkwasserverordnung sowie Berichte aus der Gremienarbeit bei befreundeten Fachverbänden.

Die Arbeitskreissitzung fand dieses Mal wieder "on the road" in einem schicken Kölner Stadthotel statt. Geladen waren Gäste vom BTGA und vom Trinkwasser-Labor TRIWALA aus Itzehoe. Ein Themenschwerpunkt war erneut die Gefährdungsanalyse. Volker Meyer, wasserfachlicher figawa-Geschäftsführer, berichtete von den Bemühungen des Verbandes Deutscher Ingenieure (VDI) und des Umweltbundesamtes (UBA), Richtlinien und Standards für die Umsetzung des § 16 Abs. 7 TrinkwV zu erarbeiten.

Ein Höhepunkt der Tagung war sicherlich die Übergabe des ihph-Abschlussberichtes zur bundesweiten Statusanalyse der Population von Legionellen in Trinkwassererwärmungsanlagen an die finanzierenden Sponsoring-Partner. Der Bericht orientiert sich im Wesentlichen an den beim UBA und auf der wat 2015 gehaltenen Präsentationen von Prof. Kistemann und gibt sachdienliche erläuternde Hinweise zum Verständnis der unterschiedlichen Charts und Diagramme. Abgerundet wird der Bericht mit einer präzisen zweisprachigen Zusammenfassung (deutsch/englisch).

Die Frage, ob es zeitnah eine Followup-Studie mit höherer Datendichte geben soll, wurde zugunsten des derzeit beim UBA laufenden LeTriWa-Projektes, in dem Routinelabors bestimmte Daten aus Probenahme und Analytik liefern sollen, verneint. Der Arbeitskreis ist unisono der Auffassung, dass zunächst erste Ergebnisse aus dem UBA-Vorhaben abgewartet werden sollen. Berichtet wurde zudem von Besuchen beim DVGW TK 3.7, der sich mit Trinkwasserhygiene befasst.

Aufgrund der zahlreichen Teilnahme von Fachfirmen mit exzellenter Expertise auf dem Feld von Gefährdungsanalysen, Trinkwasser-Checkups und Sanierungen wurde diskutiert, ob man nicht eine anonymisierte Datenbank speziell aus den Informationen aus Gefährdungsanalysen und Ortsbesichtigungen nach § 16 Abs. 7 TrinkwV erstellen sollte. Alle Gefährdungsanalysten würden ihre Daten ohnehin systematisch in modernen EDV-Systemen erfassen; der manuelle Aufwand wäre demnach überschaubar. Die entsprechenden Unternehmen sollen sich unter einander bis zur nächsten Sitzung am 5. Juli 2016 auf ein brauchbares, aber nicht überbordendes Datenset einigen, um das Thema Gefährdungsanalyse "aus der Praxis heraus" weiter voranzubringen.