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Expertentreffen „LeTriWa: Legionellen in der Trinkwasser-Hausinstallation“ am 12. Juli 2016 beim UBA in Berlin

Das dritte Koordinierungstreffen zum LeTriWa-Projekt des Umweltbundesamtes (UBA) stellt die Weichen für eine aussagekräftige Datenauswertung zu Legionellenuntersuchungen nach § 14 Abs. 3 der Trinkwasserverordnung.

Trotz der weltweit einzigartigen Gesetzeslage zum Schutz der Bevölkerung vor Legionellen durch kontaminierte Trinkwasserinstallationen in gewerblich genutzten Gebäuden ist eine Bewertung der Gefahrenlage bisher kaum möglich. Die Meldepflicht von untersuchungspflichtigen Anlagen wurde im Zuge der zweiten Novellierung der Trinkwasserverordnung im Dezember 2012 abgeschafft; die Dunkelziffer bis dato nicht untersuchter Anlagen ist nach Schätzung der Fachverbände sehr hoch.

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) fördert daher mit erheblichen finanziellen Mittel ein Projekt zur Ermittlung und Bewertung des Legionellen-Vorkommens in häuslichen Trinkwasser-Installationen. Außerdem soll in einem weiteren Schritt festgestellt werden, ob Zusammenhänge zwischen erhöhten Legionellenkontaminationen im Trinkwasser gewerblich und öffentlich genutzter Anlagen und Legionelloseerkrankungen nachgewiesen werden können. Projektpartner sind das Umweltbundesamt, das Robert-Koch-Institut sowie das Konsiliarlabor der TU Dresden für Legionellen.

Im ersten Teilprojekt sollen zunächst Daten zu Trinkwasseruntersuchungen auf Legionellen gesammelt und ausgewertet werden, die am Projekt beteiligte Routine-Labors liefern. Von den ursprünglich adressierten ca. 30 Labors sind derzeit noch 18 mit an Bord. Einige an den ersten Sondierungsgesprächen teilnehmende Laboratorien erhielten eine Absage, die sie sich außerstande sahen, dass vom Umweltbundesamt vorgegebene Datenset mit vertretbarem Aufwand bereitzustellen. So bereitet wohl vor allem die Unterscheidung der Untersuchungsart in orientierende Untersuchung und zeitlich nachgelagerte Wiederholungsuntersuchungen (weitergehende Untersuchung und Nachuntersuchung) massive Probleme.

Der Fahrplan ist ambitioniert: Schon im August sollen sämtliche Trinkwasserdaten aus dem Betrachtungszeitraum von September 2012 bis Juli 2016 an das UBA übermittelt werden. Wir halten Sie auf dem Laufenden.