Am 1. April 2025 hat WATERcontrol seine neue Hauptniederlassung in Stuttgart in „Betrieb genommen“. Kevin Salzer, Leiter der Probenahme, führte an diesem Tag in den neuen Räumlichkeiten das erste Audit zur Einbindung ins unternehmensinterne Qualitätssicherungssystem mit neuen Stuttgarter Probenehmern durch. Am Alten Flughafen 16b entfernten Kollegen fast zeitgleich WATERcontrol-Hinweisschilder an der Einfahrt, am Haupteingang und den Parkplätzen. Der Umzug ist in vollem Gange.
„Der Umzug folgt aus expansionsstrategischen Überlegungen heraus“, erläutert Vorstandsvorsitzender Marc Vincenz die Sitzverlegung. „Unser Geschäft geht seit vielen Jahren gen Süden, so haben wir 10 der letzten 12 Großkunden südlich von Kassel gewonnen. 60% aller Bestandskunden befinden sich auf der Südhalbkugel, 68% aller prüfungspflichtigen Anlagen unter Vertrag“.
Zudem gab es zuletzt im Süden einige Geschäftsaufgaben bei mittelständischen Umweltlaboratorien, während Konkurrenz und Dichte zugelassener Trinkwasseruntersuchungsstellen im Norden nach wie vor recht hoch sind. Die Aussichten für organisches Wachstum sind im Süden deutlich besser, so sieht das auch der Aufsichtsratsvorsitzende der WATERcontrol AG Dr. Ingfried Hobert als gebürtiger Hesse.
„Wir haben Kapazitäten für 90.000 Wasserproben aufgebaut. Die wollen wir mittelfristig vollständig ausnutzen und das kann nur im Süden gelingen.“, so Vorstand Marcus Pikarek, der für die Geschäftsentwicklung verantwortlich ist.
Baden-Württemberg gilt als unternehmerfreundlichstes Bundesland, das insbesondere viel Wert liegt auf eine funktionierende mittelständische Wirtschaft. So begrüßte auch Steuerberater Josef Schwägerl aus Stuttgart-Vaihingen seine neue Mandantschaft mit herzlichen Worten. „Neue Geschäftsansiedlungen, zumal in diesen schwierigen Zeiten, sind uns immer willkommen. Die prominente Königstraße in Stuttgart ist sicherlich auch eine bessere Adresse als ein altes Industriegebiet. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit WATERcontrol.“
Die Kundenbeziehungen zur baden-württembergischen Wohnungswirtschaft sind – neben Ostwestfalen-Lippe – die langjährigsten und stabilsten, da zahlreiche GAS-Control-Kunden schnell „Doppelkunden“ wurden und auch blieben.
So kommt es nicht von ungefähr, dass die letzte große Kundenveranstaltung, die WATERcontrol alle 2 Jahre ausrichtet, in Heidelberg stattfand. Für dieses Jahr sind zwei Tische auf den Cannstatter Wasen reserviert.
Der Mietvertrag am Alten Flughafen 16b in Hannover läuft noch bis zum 31. Dezember 2026 und wird ab sofort von der GAS-Control GmbH, dem seit 1993 in Hannover ansässigen Schwesterunternehmen der WATERcontrol AG, übernommen, die zuvor ohnehin mit mehrere Büroräumen Untermieterin von WATERcontrol war. Dabei geht es in erster Linie um günstige Expansionsfläche und nicht um Repräsentation.
„Für unsere Kunden und Geschäftspartner ändert sich im Prinzip nichts, da wir ohnehin bundesweit in den Gebäudebeständen der Auftraggeber arbeiten, keinen Kunden- oder Publikumsverkehr in den Geschäftsräumen haben und grundsätzlich über Telefon, E-Mail und Internet mit allen Geschäftspartnern kommunizieren.“, stellt Pikarek klar. „Die Wohnungswirtschaft will abgeholt werden. KickOff- und Abschlussgespräche finden deshalb grundsätzlich beim Kunden statt oder – seit Corona immer häufiger – per Webmeeting.“
„Kulinarisch ist die Reise in den Süden definitiv ein Gewinn. Ich esse lieber Käsespätzle und Maultaschen als Grünkohl mit Bregenwurst“, so Gourmet Marc Vincenz, der zum letzten Mal vor vier Monaten im Büro am Alter Flughafen war. „Außerdem ist der Rufer ja bekanntlich im eigenen Land nichts wert. Insofern gilt: Auf zu neuen Ufern!“

